Einführung
Der Husten ist eines der häufigsten Symptome von saisonalen Erkältungen, Grippe und Reizungen der Atemwege. Auch wenn er ein natürlicher Schutzmechanismus des Körpers ist, kann er unangenehm, kraftzehrend und langwierig sein. Aufgrund seiner entzündungshemmenden, antimikrobiellen und beruhigenden Eigenschaften wird der Bergtee (Sideritis scardica) zunehmend als natürliches Mittel zur Vorbeugung und Linderung von Symptomen bei Halsentzündung und Bronchitis verwendet — ohne unnötige Belastung für den Körper und ohne Rückgriff auf Medikamente.
Im Folgenden betrachten wir, wie der Bergtee bei verschiedenen Arten von Husten helfen kann, welche aktiven Inhaltsstoffe hinter seiner Wirkung stehen und wie man ihn richtig anwendet, um eine maximale Wirkung zu erzielen.
Hilft der Bergtee bei Husten?

Der Bergtee (Sideritis scardica) wird häufig als natürliches Mittel beiHusten, Erkältung und Bronchitis verwendet. Dank der in ihm enthaltenen aktiven Inhaltsstoffe wirkt er beruhigend auf den Hals und kann die Erweiterung der Atemwege unterstützen. Das erleichtert das Abhusten von Sekreten und lindert die Reizung, die den Husten verursacht. Das warme Getränk fördert zusätzlich die Entgiftung und Hydration der Schleimhäute und unterstützt eine schnellere Erholung. Obwohl es kein Medikament ist, kann der Bergtee ein wertvoller Helfer bei leichten Erkältungen und saisonalen Infektionen sein, insbesondere wenn er mit Honig und Zitrone kombiniert wird, um eine stärkere Wirkung zu erzielen.
Welche aktiven Inhaltsstoffe lindern den Husten?
Die lindernde Wirkung des Bergtees bei Husten beruht auf der Kombination bioaktiver Verbindungen, die synergetisch wirken. Flavonoide und phenolische Säuren besitzen entzündungshemmende und antioxidative Effekte, die die Reizung reduzieren und die Erholung der Atemwege unterstützen. Terpenoide und ätherische Öle haben eine natürliche antimikrobielle Wirkung und können bei Symptomen helfen, die durch Viren oder Bakterien verursacht werden. Die enthaltenen Mineralien wie Magnesium und Zinkunterstützen die Immunabwehr und die natürlichen Schutzfunktionen des Körpers. Diese Kombination macht den Bergtee zu einer ausgezeichneten natürlichen Unterstützung bei Husten und Atemwegsproblemen.
Was sagen medizinische Studien?
Die moderne Wissenschaft bestätigt den traditionellen Einsatz des Bergtees bei Atemwegsproblemen, einschließlich Husten und Entzündungen der Atemwege. Eine Studie von Petreska et al. (2018) zeigt, dass der Extrakt von Sideritis scardica starke antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt, die die Erholung des Atmungssystems unterstützen können. Andere Untersuchungen, wie die von Todorova et al. (2021), zeigen antimikrobielle Aktivität gegenüber einigen pathogenen Bakterien, die mit Infektionen der oberen Atemwege zusammenhängen. Im Folgenden schauen wir uns die Hustenarten an, bei denen der Bergtee am effektivsten ist.
Für welche Arten von Husten ist er am effektivsten?
Der Bergtee wird in der traditionellen Medizin als natürliches Mittel bei verschiedenen Arten von Husten eingesetzt, dank seiner entzündungshemmenden und antimikrobiellen Eigenschaften. Er unterstützt die Beruhigung der gereizten Atemwege und das Lösen von Sekreten.
Am häufigsten empfohlen bei:
- Trockener und reizender Husten – hilft, die Reizung und den Schmerz bei Halsentzündung zu verringern.
- Husten infolge einer Erkältung oder Grippe – hilft, die Symptome zu lindern und die Erholung zu unterstützen.
- Leichter produktiver Husten – unterstützt das leichtere Abhusten von Sekreten und das Freimachen der Atemwege.
- Husten durch kalte Luft oder Allergene – dank seiner beruhigenden Wirkung auf die Schleimhäute.
Der regelmäßige, moderate Konsum kann den Körper in den kalten Monaten stärken und helfen sowohl zur Vorbeugung von Grippe als auch zur beschleunigten Erholung bei bereits eingetretenen Fällen. Wenn der Husten länger als 3 Wochen anhält, sich verschlechtert oder von schwerwiegenden Symptomen wie hohem Fieber und Atemnot begleitet wird, sollten Sie medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.
Wie nimmt man den Bergtee bei Husten ein?

Bei Husten kann der Tee besonders nützlich sein, wenn er richtig und regelmäßig eingenommen wird. Sie können ihn mit Kräutern wieKamille, Thymian oder Ingwer kombinieren, um eine bessere Wirkung und Unterstützung für den Körper bei Erkältung und Grippe zu erzielen.
Empfohlene Dosierung und Dauer
Die richtige Dosierung des Bergtees ist entscheidend, damit Sie seine vorteilhaften Eigenschaften maximal nutzen können, ohne den Körper zu überlasten. Unser ärztliches Team empfiehlt den Konsum von 1 bis 2 Tassen täglich, zubereitet aus einem Zweig oder einem Teelöffel getrocknetem Kraut, 5–10 Minuten aufgebrüht. Für Personen, die den Tee zur Vorbeugung oder zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit einsetzen, ist diese Tagesdosis vollkommen ausreichend. Es wird empfohlen, nach 30 Tagen regelmäßiger Einnahme eine kurze Pause von etwa einer Woche einzulegen, um eine Gewöhnung zu vermeiden und dem Körper die Möglichkeit zur Anpassung zu geben. Dieser zyklische Ansatz erhält die Wirksamkeit des Krauts und garantiert seine langfristige günstige Wirkung.
Zubereitungsmethode für maximale Wirkung
Um das Maximum an hilfreichen Substanzen im Bergtee zu extrahieren, ist es wichtig, ihn richtig zuzubereiten. Die beste Methode besteht darin, einen Zweig oder einen Teelöffel getrocknetes Kraut mit heißem, aber nicht kochendem Wasser aufzugießen, damit die aktiven Substanzen möglichst erhalten bleiben. Lassen Sie ihn zwischen 5 und 10 Minuten ziehen, wobei das Gefäß abgedeckt sein sollte, um das Aroma des Krauts zu bewahren. Es wird nicht empfohlen, mit viel Zucker zu süßen, aber das Hinzufügen von Honig und Zitrone ist eine ausgezeichnete Wahl zur Verstärkung der Wirkung, insbesondere im Winter.
Kann er mit Medikamenten kombiniert werden?
Unsere Spezialisten berichten, dass der Bergtee bei Husten häufig als natürliches Ergänzungsmittel zur Behandlung verwendet wird, da er eine beruhigende Wirkung auf die Atemwege hat. In den meisten Fällen kann er mitErkältungsmedikamenten, Hustensäften und Kräuterextrakten kombiniert werden, ohne unerwünschte Reaktionen hervorzurufen. Dennoch ist es wichtig, vorsichtig zu sein, wenn Sie Medikamente mit stärkerer Wirkung einnehmen, wie z. B. Bronchodilatatoren, Kortikosteroide oder Asthmamedikamente, da deren Wirkung verstärkt werden oder eine individuelle Empfindlichkeit auftreten kann. In solchen Fällen ist es ratsam, vor der Anwendung ärztlichen Rat einzuholen, um die Einnahme möglichst sicher und sinnvoll zu gestalten.
Alternativen und ergänzende Methoden bei Husten
Es gibt auch andere natürliche Methoden, die zur Linderung von Husten beitragen können. Häufig empfohlen werden Inhalationen mit warmem Wasser und Kräutern wie Kamille, die die oberen Atemwege öffnen und die Entzündung reduzieren helfen. Warme Getränke wie Honig mit Zitrone oder warmes Wasser mit Ingwer können ebenfalls bei Halsreizungen und trockenem Husten helfen. Eine gute Hydration ist ebenfalls wichtig, da sie das Abhusten erleichtern und einen Teil der Symptome lindern kann.
Weitere Kräuter, die bei Husten verwendet werden

Neben dem Bergtee gibt es auch andere bekannte Kräuter, die Husten und Halsreizungen lindern können. Sie können einzeln oder in Kombination eingenommen werden, abhängig vom Hustentyp und der individuellen Verträglichkeit.
Hier einige der am häufigsten verwendeten Kräuter und ihre Vorteile:
- Kamille – beruhigt entzündetes Gewebe im Hals und hat eine leichte entzündungshemmende Wirkung. Häufig verwendet bei trockenem und reizendem Husten.
- Thymian – unterstützt das Lösen von Sekreten und erleichtert das Abhusten. Besonders effektiv bei feuchtem Husten und verstopften Atemwegen.
- Ingwer – besitzt eine wärmende und antibakterielle Wirkung. Unterstützt die Reduktion von Entzündungen und lindert das Gefühl von Halsreizung.
Die Kombination dieser Kräuter kann die Wirkung verstärken und die Erholung beschleunigen. Bei regelmäßiger Einnahme kann diese Kräuterbehandlung ein hervorragendes Mittel zur Vorbeugung gegen Grippe und hartnäckigen Husten sein.
Hausmittel und Praktiken
Neben Kräutertees können wir auch auf einige Hausmittel zurückgreifen, die bei der Linderung von Husten und einer schnelleren Genesung helfen können. Bekanntere Methoden sind:
- Warmes Wasser mit Honig und Zitrone – beruhigt den Hals, reduziert die Reizung und unterstützt eine bessere Immunabwehr.
- Warme Suppen (insbesondere Hühnersuppe) – unterstützen die Hydration und erleichtern das Abhusten von Sekreten.
- Ein warmer Brustwickel – kann die Muskeln entspannen und den Druck in den Atemwegen verringern.
Diese Methoden sind einfach, zugänglich und bieten oft schnelle Linderung bei leichtem bis mäßigem Husten.
Wann ist ärztliche Hilfe notwendig?
Obwohl der Bergtee und Hausmittel bei leichtem Husten helfen können, gibt es Situationen, in denen eine ärztliche Beratung unerlässlich ist. Unsere Ärzt:innen empfehlen, bei Husten in Kombination mit Atemnot, erschwerter Atmung oder Blut im Auswurf medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, da dies Anzeichen für ernstere Erkrankungen sein können. Symptome wie Brustschmerzen und hohes Fieber sollten ebenfalls nicht ignoriert werden. Wenn der Husten länger als drei Wochen anhält, ist eine Untersuchung wichtig, um eine geeignete Therapie zu verordnen und Komplikationen zu vermeiden.
Fazit
Bergtee ist nicht nur ein aromatisches Getränk, sondern ein wertvollernatürlicher Helfer bei Husten und Atemwegssymptomen. Dank seines reichen Gehalts an Antioxidantien, Mineralstoffen und ätherischen Ölen kann er die Genesung unterstützen, Reizungen im Hals lindern und das Abhusten erleichtern. Dennoch ist ein maßvoller Umgang wichtig, um Reizungen durch Überdosierung zu vermeiden. In Kombination mit Honig, Zitrone oder anderen Kräutern kann Bergtee ein Teil der ganzheitlichen Atemwegspflege in den kalten Monaten sein. Wenn der Husten jedoch hartnäckig wird oder schwerwiegendere Symptome auftreten, sollte man nicht ausschließlich auf Kräuter setzen, sondern sich an Fachpersonal wenden, um Komplikationen zu vermeiden.
Häufig gestellte Fragen

Kann ich Bergtee abends vor dem Schlafengehen trinken?
Im Gegensatz zu anderen Kräutern wie grünem Tee enthält er kein Koffein, was ihn für den abendlichen Konsum geeignet macht, ohne den Körper zu belasten. Das warme Getränk kann sogar zu ruhigerem Atmen und besserem Schlaf bei Husten und Erkältung beitragen.
Kann man ihn Kindern geben?
Bergtee kann Kindern ab 12 Jahren in kleineren Mengen (bis zu einer Tasse täglich) gegeben werden. Für jüngere Kinder sollte vorher eine kinderärztliche Beratung erfolgen, besonders bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme.
Ist er während der Schwangerschaft sicher?
Aufgrund unzureichender wissenschaftlicher Daten wird die Einnahme von Bergtee während der Schwangerschaft oder Stillzeit nicht empfohlen, es sei denn nach Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt. In diesem besonderen Zustand ist Vorsicht geboten, da seine harntreibenden Eigenschaften möglicherweise ungeeignet sein könnten.
Ist er für eine langfristige Einnahme geeignet?
Bergtee eignet sich für eine moderate und regelmäßige Anwendung, jedoch sollte wie bei den meisten Kräuterprodukten gelegentlich pausiert werden. Nach vierwöchigem Konsum empfiehlt sich eine Pause von etwa einer Woche, bevor die Einnahme fortgesetzt wird, um eine Gewöhnung zu vermeiden.
Zuverlässige Quellen
Pastora A. et al. (2020). Polyphenols and Other Bioactive Compounds of Sideritis Plants and Their Potential Biological Activity. International Journal of Molecular Sciences
Verfügbar unter:https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32824863/
Obón C. et al. (2021). A Comparison Study on Traditional Mixtures of Herbal Teas Used in Eastern Mediterranean Area. Frontiers in Pharmacology
Verfügbar unter:https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33967769/
Georgiev A. et al. (2024). Characterization of the Sideritis scardica Extract SidTea+TM and Its Effect on Physiological Profile, Metabolic Health and Redox Biomarkers in Healthy Adults: A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Study. Nutrients
Verfügbar unter:https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38474625/
European Medicines Agency (EMA). (2023). European Union Herbal Monograph on Sideritis scardica Griseb., Herba. EMA/HMPC/39453/2015 Rev.1

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